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Vogelfütterung im Frühling von April bis Juni?

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HPI-----
Mitglied

Vogelfütterung im Frühling von April bis Juni?


In einem Informationsblatt fand ich den Hinweis auf folgenden Artikel:

http://www.presseportal.de/pm/37587/2239258/hunger-hunger-hunger-die-unfreiwillige-fruehjahrsdiaet-d...


Was meinen die Naturfreunde im Club Sonus dazu ?
Gruß
Hanspeter

24 ANTWORTEN 24
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DidiS-----
Mitglied


Hallo Hanspeter,


ich kann dir nur berichten wie die Winterfütterung bei uns abläuft. Wir fangen im Allgemeinen ab Oktober damit an, dieses wird nach kurzer Zeit von vielen Vögeln erkannt und innerhalb kurzer Zeit sind die Futterstellen geleert, sie werden also gut angenommen.


Ab Beginn der Winterzeit vermehren sich die Futterstellen im Ort und die Vögel verteilen sich auf diese, es kommen sehr viel weniger Vögel zu uns. Da wir von dem ersten Ansturm irritiert eine Menge Futter bevorratet hatten, verfüttern wir dieses jetzt immer noch. Der Ansturm ist zurzeit so gewaltig dass innerhalb von Stunden alles leergefressen ist.


Ich denke wenn die Vögel auf ihre angestammten Nahrung zurückgreifen könnten, würden sie dieses wohl auch tun. Ich habe aber auch bemerkt dass einige Vogelarten mittlerweile fehlen, die ich vor kurzem noch an den Plätzen beobachten konnte, diese werden sich wohl an ihren angestammten Plätzen wieder zurückgezogen haben.


Ich denke man macht nichts falsch wenn man jetzt noch füttert, das Problem liegt eher in der Beschaffung von Wildvogelfutter.


Da ich viel in der Makrofotografie unterwegs bin kann ich es auch bestätigen, zurzeit sind Insekten bei uns noch sehr rar. Bei den starken Temperaturschwankungen und dem vielen Wind sieht man wenige nur in den wärmeren Abschnitten.


Gruß Didi



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-Abeja-
Vielschreiber

Hallo Hanspeter,

vor zwei Wochen war ein Bericht im Fernsehen,da wurde auch dazu aufgerufen,die Vögel gerade während ihrer Brutzeit mit Futter zu unterstützen.

Ich habe bei uns im Garten auch registriert,das im Moment kaum Insekten unterwegs sind.Und da ich im Winter das erste mal ein Vogelhaus aufgestellt habe und reger Betrieb herrschte,konnte ich ein Bachstelzen- und ein Meisenpaar dazu animieren,bei uns unterm Dach zu brüten.

Wegen der schlechten Nahrungsfindung und als kleinen Dank,dass sich die Vögel bei uns niedergelassen haben,füttere ich ein glitzeklein wenig weiter....wenn auch mit gemischten Gefühlen,schließlich sollen sich die Pieper nicht darauf verlassen.

LG Sabine

Hier ein Rotkehlchen,dass sich,während ich die Erde umgrub,Würmer und Maden aus dem Boden pickte.
Es war wohl so hungrig und vielleicht auch noch jung,dass es so nah an mich ran kam.(Bild 1)

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Vielschreiber


Grüß Dich Hanspeter !


Wer den gefiederten Gästen ganzjährig gutes Futter anbietet, kann nicht nur Rotkehlhen, Blaumeise & Co. aus der Nähe beobachten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Vogelschutz. Dadurch erhöht sich die Artenzahl am eigenen Futterhaus und auch die Zahl der Brutvögel und deren Bruterfolg.


Beste Grüße,


Manfred









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Vielschreiber


Grüss Dich Didi!


Deine Beobachtung, was den Ansturm auf die Futterstellen und das rasche Leerfressen derselben belangt, kann ich bestätigen.


Beste Grüße,


Manfred







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el-canario
Mitglied



Guten Tag, Hanspeter,

meine Meinung deckt sich mit jener der Dame die diesen Aufruf startete. Wer also die Möglichkeit hat....... helfe! Singvögel kann es nicht genug geben.

Lieben Gruß, von Helmut

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Olaf.P
Mitglied


Hallo Hanspeter,


wir füttern bei uns schon seit ein paar Jahren ganzjährig. Es funktioniert aber nicht mit dem üblichen Winterfutter. Da muss man schon passendes, leider auch recht teures Futter kaufen. Wir verbrauchen gut 15 kg unterschiedliche Futtersorten pro Monat. Besonders ans Geld geht dabei das Waldvogelfutter. Aber uns ist das wert.


Liebe Grüße Olaf

Liebe Grüße Olaf
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Ambos.
Forenjunkie


Hallo Hanspeter,





ich denke mal das es auch etwas auf die Region ankommt. Hier bei mir auf dem Land kommen die Vögel ganz gut klar, da genügend "Frucht" im Wald oder den zahlreichen Bauernhöfen ist. z.B. Spatzen die auf der Roten Liste stehen sind bei uns eine echte Plage, ich habe in meinen Stallungen und um meine Gebäude ein Schwarm von ca. 50 Tieren die ganzjährig ohne Zusatzfutter bei mir sind.


Wie es rechtlich mit den Vögeln aussieht kann ich nicht sagen. Als Jäger weiss ich aber das es extrem strenge Gesetze zum "kirren" so nennen die Jäger das Zufüttern gibt. Auch was das Füttern von Wasservögeln angeht gibt es Auflagen.


Nun wird bestimmt niemand an dein Vogelhäuschen kommen um zu kontrollieren was und wieviel du fütterst, aber wenn es für Jäger eine so strenge Regelung gibt, denke ich das da ein gewisser Sinn hinter ist.


Ich kann mich da aber auch mal schlau machen, da der NABU sehr oft in meinem Hotel tagt.





LG Jens



https://www.facebook.com/groups/169446286405248/
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Vielschreiber


Grüss Dich Jens,


wenn Du dich -bevor die vom NABU wieder bei Dir tagen- wirklich schlau machen möchtest, kann ich Dir die Lektüre von: "Vögel füttern - aber richtig", Peter Berthold, Gabriele Mohr, KOSMOS Verlag sehr empfehlen.


Was das "Kirren" belangt, kann ich Dir folgen.


LG,


Manfred



profile.country.de_DE.title
HPI-----
Mitglied


Hallo und besten Dank für die Wortmeldungen.
Angeregt durch den Ratgeber von Peter Berthold und Gabriele Mohr "Vögel füttern - aber richtig", erschienen im Kosmos Verlag*, habe ich meine anfänglichen Bedenken gegen eine ganzjährige Zusatzfütterung aufgegeben. Es freut mich natürlich sehr, dass von kompetenter Seite mehr und mehr ein solcher Beitrag zum Vogelschutz anerkannt wird. Die Beobachtungen von Didi und Manfred decken sich vollständig mit denen in unserem Garten . Nach einer Pause im Winter kommen sogar Eichelhäher und Buntspechte wieder zur Futterstelle. In den vergangen 3 Jahren hat die Zahl der Singvögel bei uns merklich zugenommen. Besonders positiv betrachte ich die Tatsache, dass die in jüngster Zeit immer wieder diskutierten Infektionen bei Grünfinken, Amseln und Sperlingen nicht aufgetreten sind. Ganz im Gegenteil. Alle genannten Arten haben in ihrer Bestandsdichte kräftig zugelegt. Scheinbar angelockt durch die Intensität der Lautäußerungen fielen mir zunächst weniger bekannte Arten immer häufiger auf. (leider nur selten bildwirksam zu fotografieren )


"Es ist nicht alles Gold was glänzt" besagt ein Sprichwort. Die auch bei uns, wie bei Jens (Ambos) massiv auftretenden Sperlinge verunsichern offensichtlich andere Singvogelarten bei der Nahrungsaufnahme. Ihre, ohne sichtbaren Grund, massenweise auftretende "Fluchtreaktion" führt (z. B. bei jungen Gimpeln) zu einer Panikreaktion, in deren Folge es auch zu einigen, meist glimpflich verlaufenden "Unfällen" kam. Spatzen waren aber auch schon für die Mehlvorratskammer in meines Vaters Bäckerei ein Problem. Selbst an warmen Tagen durfte man keines der Fenster öffnen um einen Masseneinfall der Haussperlinge zu verhindern. Insgesamt, finde ich, sollte man aber bestehende Bedenken mit dem Nutzen für die Erhaltung unserer Singvogelwelt abwägen.


Gruß
Hanspeter





*) ISBN 978-3 440-11644-9, gerade durch Manfred (Mawo40) schon erwähnt